Islandpony

Das Islandpony kam zwischen 860 und 935 v.Chr. mit den Wikingerbooten der Norweger nach Island.
Seit fast 1000 Jahren gibt es in der Isländerzucht keinerlei Fremdblutzufuhr. Das erste praktische Zuchtprogramm gab es seit der Stammzucht von Skagafjördur im Jahre 1879. Besondere Bedeutung bei der Zucht haben die fünf Gangarten (Schritt, Trab, Galopp, Pass, Tölt) und der insgesamt 15 anerkannten Farbtypen. Der Tölt ist ein Viertakt, immer nur ein Huf berührt hierbei den Boden, die Fußfolge ist wie beim Schritt, bloß viel schneller. Der Vorteil dieser schnellen Gangart ist, dass sie für den Reiter sehr bequem und für Pferd und Reiter kräftesparend ist. Im Tölt kann man also auch längere Strecken, z.B. bei einem Ausritt zurücklegen.
In Island werden die Ponys häufig halbwild gehalten und überwintern unter rauhen klimatischen Bedingungen. Sie werden für viele verschiedene Arbeiten verwendet und sind Bestandteil der vielen traditionellen sportlichen Aktivitäten in Island.
Der Isländer ist trotz seiner geringen Größe imstande auch erwachsene Reiter zu tragen und hat ein gutes Durchhaltevermögen.
Ein Islandpferd, welches einmal exportiert worden ist, darf nicht mehr nach Island zurück.

Vielen Dank an den Isihof Hurrel, der mir dieses Foto zur Verfügung gestellt hat.

Heimat: Island
Ursprung: Voreiszeit
Blut: Warmblut
Einfluss auf die Zucht: Tarpan (körperliche Härte, Schnelligkeit), Fjordpferd (urzeitliche Eigenschaften, etwas Veredelung)
Stockmaß: 121 - 142 cm
Farbe: alle Farben, meist aber schwarz oder dunkelbraun
Exterieur: relativ kleines, kräftiges Gebäude; stark abfallende Kruppe; kräftiger Unterarm; kurzes Röhrbein; kurzer, kräftiger Hals; gerader etwas schwerer, dreieckiger Ponykopf; besonders dicker, ausgeprägter Unterkiefer; enorm dickes Langhaar
Charakter: genügsam, freundlich, umgänglich, gutmütig
Verwendung: Reit-, Fahr-, Last-, Distanzpony