Hannoveraner

Dieses anmutige Pferd gehört zu den erfolgreichsten Rassen in Deutschland. Seine Anlagen machen es so vielseitig, dass es von der Dressur über das Springen bis hin zur Fuchsjagd eingesetzt werden kann.
Die Zucht geht zurück auf das große Schlachtross des Mittelalters, die ersten Zuchtdaten stammen aus dem Jahre 1714 als Georg I., der gleichzeitig Kurfürst von Hannover war, Englisches Vollblut in deutsche Gestüte brachte. Gegründet wurde seine Zucht im Jahre 1735 durch Kurfürst Georg II. von Hannover im Landgestüt Celle mit der Absicht, dass die Hengste mit den Stuten der dort ansässigen Bauern gekreuzt werden. Zusätzlich wurden auch noch Holsteiner, Neapolitaner und Andalusier eingekreuzt. Die Holsteiner dominierten etwa 30 Jahre, danach kam mehr Vollblut zum Einsatz um ein leichteres Pferd zu erhalten, das sowohl für Landwirtschaft als auch für Geschirr und Sattel geeignet war.
Durch die Kriege Napoleons, welche der Grund dafür waren, dass die Pferdebestände in Europa drastisch sanken überlebten auch im Gestüt Celle nur 30 von 100 Hengsten. Mit diesen Hengsten fing man Anfang des 19. Jahrhunderts die Zucht neu an. Durch den vielen Vollblüter-Einfluss wurde der Hannoveraner zeitweise leichter als erwünscht, daher wird heute kaum noch englisches Vollblut verwendet.
Mittlerweile gilt der Hannoveraner als internationaler Standardtyp des modernen Reitpferdes. Unter den Hannoveraner im Sport findet man viele sehr erfolgreiche Pferde.
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| Heimat: | Norddeutschland (Niedersachsen, Hannover) |
| Ursprung: | 18. Jahrhundert |
| Blut: | Warmblut |
| Einfluss auf die Zucht: | Vollblut (Mut, Schnelligkeit, Exterieur, Gangvermögen), Holsteiner (Größe, Vermögen), Trakehner (konstitutionelle Stärke, Leistungsbereitschaft) |
| Stockmaß: | 160 - 175 cm |
| Farbe: | Brauner, Fuchs,... alle einfarbigen möglich |
| Kopf: | nicht zu groß, trocken, ausdrucksvoll mit großem, lebhaftem Auge und ausgeprägtem Backenknochen |
| Hals: | lang, edel, gut aufgesetzt |
| Schultern: | groß, schräg, ausgeprägter Widerrist |
| Gebäude: | kräftig, tief |
| Hinterhand: | stark bemuskelt, mit gut aufgesetztem Schweif |
| Gliedmaßen: | bemuskelt; starke, korrekte, Gliedmassen; große, ausgeprägte Gelenke und harte Hufe |
| Bewegung: | elastisch, energisch, raumgreifender Schritt aus Schulter und Gelenken, schwungvoller Trab, ausgezeichneter Galopp |
| Charakter: | gutartig, ruhiges Temperament |
| Verwendung: | eines der erfolgreichsten Dressur- und Sportpferde |
