Haflinger

Newton - Bundessieger 1999 (Österreich)

Mit 40% aller Kleinpferde in Deutschland sind Haflinger die größte Rassegruppe der deutschen Kleinpferdezucht.
Haflinger sind typische Gebirgsponys, sehr kräftig und trittsicher. Auch heute werden sie noch, wegen ihrer besonderen Eignung,  an Stellen wo der Einsatz eines Traktors schadet oder unmöglich ist  von Bauern und Waldarbeitern eingesetzt.
Im Alter von 4 Jahren werden sie erst eingeritten, dafür sind sie jedoch auch für ein langes Leben bekannt. Die Hafis sind zwar robuste Pferde, aber dennoch stark vom Menschen abhängig. Die Meisten werden in Ställen gehalten und sind nicht ganzjährig draußen.
Die Haflinger sind wegen ihrer Trittsicherheit beliebte und gute Trekkingponys, die auch mal mehr Gewicht vertragen können, aber auch brauchbare Wagenpony.

Geschichte:
Der Haflinger ist eine alte Rasse aus Südtirol. Ursprünglich war ein hauptsächlich ein Arbeitspferd, er hat seinen Namen vom Dorf Hafling (Nähe Meran) in Südtirol. Früher lag dort die Hauptzuchtstätte. Vor dem II. Weltkrieg wurden die Haflinger im Zentralgestüt Piber (Österreich) gezüchtet.
Vermutlich stammt diese Rasse aus einer Kreuzung von Noriker (alpenländisches Kaltblutpferd) und Araber. So lassen sich alle heutigen Haflinger auf den Araber "El Bedavi XXII." zurückführen. Danach kam es jedoch zu einer starken Inzucht. Durch diese Einkreuzung von Arabern wurde der Hafi vom Arbeitspferd zum Freizeit- und Kinderpferd umgezüchtet.
Heute wird er jedoch auch in der Schweiz und in Bayern gezüchtet, mittlerweile auch in England (seid 1971), die Auslese in der Zucht erfolgt nach Farbgebung, aber besonders auch nach einwandfreiem Charakter und ausgeglichenem Temperament. Heute ist der Fohlenhof Ebbs bei Kufstein in Tirol/Österreich das bekannteste Haflingergestüt.
Als Brandzeichen hat er das Edelweiß, eine sehr bekannte Alpenblume (siehe oben).

Vielen Dank an Irene vom Reiterhof Brandstätter, die das Foto links-unten und viele weitere Fotos zur Verfügung gestellt hat.

Heimat: Südtirol
Ursprung: 18./19. Jahrhundert
Blut: Kaltblut
Einfluss auf die Zucht: Waldpferd, Noriker (Gang, Gebäude), Araber (Gesundheit, Adel, Qualität, Rassetyp)
Stockmaß: 135 - 148 cm
Farbe: Palomino (Fuchs mit hellem Langhaar); weiße Abzeichen sind nur am Kopf erlaubt sonst unerwünscht
Kopf: kurz, edel, trocken; große, dunkle, freundliche, lebhafte Augen; zarte, weite Nüstern; kleine, aufmerksame Ohren
Hals: kräftiger, gut aufgesetzter, aber nicht zu kurzer, Hals
Gebäude: tonniger Körper (170 - 190 Brustumfang); genügend langer Rücken mit ausreichender Gurttiefe; breite, kräftige Lendengegend; muskulöse Kruppe, nicht zu kurz; hoch getragener Schweif
Gliedmaßen: trocken mit harten Hufen; kurze starke Röhrbeine
Charakter: intelligent, genügsam, freundlich, manchmal Dummheiten im Sinn
Verwendung: Zug-, Reit-, Fahr-, Westernpony, leichtes Arbeitspony, in den Alpen auch als Packpony