Der Huf

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Die Hufe bestehen aus einer Art Haut, die wie Horn (-haut) wächst. Haut und Horn der Hufe sterben ständig ab und erneuern sich wieder. Das ist der Grund, warum der Hufschmied die Hufe immer abfeilen muss. Das Horn wächst in zwei Monaten ca. 3cm.

Die Qualität des Hornes - so wie sie sich dieses in Hufwand und Sohle zeigt, kann kaum verändert werden. Huffette können zwar einer Verschlechterung des Zustandes entgegen wirken, bessere Dienste leisten hier jedoch Futterzugaben.

Hufeisen

Arbeitet ein Pferd in nennenswertem Umfang, so braucht es Hufeisen. Bekommt ein solches Pferd keine Eisen, so nutzen sich die harten, unempfindlichen Hornschichten schneller ab, als sie nachwachsen und die empfindlichen Teile sind Quetschungen ausgesetzt. Diese können zu Lahmheiten führen. Der Hufschmied muss eine Menge Wissen und Geschick besitzen, denn wenn ein Eisen nicht genau passt, so kann das Pferd nicht gut laufen.

Es gibt zwei Arten ein Pferd zu beschlagen, heiß oder kalt. Früher verwendete man nur den Heißbeschlag, heute aber wird der Kaltbeschlag mehr angewandt. Dieser hat den Vorteil, dass der Schmied nicht eine Schmiede mit in den Stall nehmen muss. Es gibt jedoch auch viele Schmiede, die mobile Schmieden besitzen.

Bei beiden Methoden nimmt der Hufschmied zuerst das Eisen ab, schneidet den Huf zurück und raspelt die äußere Unterseite des Tragrandes bis er wieder glatt und gleichmäßig ist. Beim Heißbeschlag drückt er dann das rotglühende Eisen gegen die Unterseite des Hufes. Dies verursacht dem Pferd aber keine Schmerzen, da das Eisen nur auf dem unempfindlichen Horn liegt es stinkt nur etwas. Die Brandspuren zeigen dem Schmied nun, ob das Eisen genau passt, ansonsten muss er den Huf noch ein bisschen nachschneiden. Beim Kaltbeschlag fehlt diese Kontrolle, außerdem ist das Eisen in seiner Form kaum zu verändern.

Jetzt muss das Eisen abkühlen, danach ist der Arbeitsablauf von Heiß- und Kaltbeschlag wieder gleich. Der Hufschmied nagelt das Eisen mit möglichst wenig Nägeln auf, im Normalfall drei innen und vier außen. Die Nägel werden so eingeschlagen, dass die Spitzen außen wieder durch die Hufwand dringen. Der Schmied schneidet die überstehenden Nagelspitzen ab und klopft den Rest der Nagelenden gegen die Hufwand. Anschließend wird diese glattgefeilt.

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